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„Ein cooles Erlebnis!“

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Sternsinger in Berlin – „Ihr macht auf ganz wichtige Themen aufmerksam“ – Sternsinger aus Volkach-Fahr vertreten das Bistum Würzburg

Berlin/Volkach (POW) 108 Königinnen und Könige aus 27 deutschen (Erz-)Bistümern hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Dienstag, 7. Januar, im Kanzleramt in Berlin empfangen. Paula Krapf (14), Lea Krauß (15), Magdalena Meusert (15) und Joshua Krapf (15) aus der Pfarrei „Sankt Johannes der Täufer“ in Volkach-Fahr (Dekanat Kitzingen) vertraten das Bistum Würzburg. Theresa Scheuring, im Pfarrgemeinderat Beauftragte für die Jugend- und Ministrantenarbeit, begleitete die Gruppe nach Berlin. „Der Besuch im Bundeskanzleramt, die Gemeinschaft, die Kanzlerin persönlich zu treffen“, zählt sie die Highlights der Fahrt auf. Wobei letzteres für alle der Höhepunkt war. „Die Kanzlerin zu treffen war ein cooles Erlebnis!“, fasst Magdalena zusammen.

Spannend wurde es allerdings schon vor dem Empfang. „Wir wurden Polizeibussen gefahren, sogar mit Blaulicht, das war richtig cool“, erzählt Lea. Die Kontrollen am Bundeskanzleramt seien ähnlich streng wie am Flughafen. „Wir mussten viele Sachen abgeben, wie Deos und Duschgel, und ein Hund hat unsere Sachen beschnüffelt.“ Nach dem Umziehen sei noch ein kurzer Film über das Kanzleramt gezeigt worden. Das Kanzleramt selbst sei ein beeindruckendes Gebäude, sind sich die vier einig. „Es ist ziemlich groß und hat hohe Treppen“, beschreibt Magdalena. Paula fiel auf, dass sehr viel Licht in das Gebäude kommt: „Es ist echt schön.“ Es sei auch ein tolles Erlebnis gewesen, Sternsinger aus ganz Deutschland zu treffen und gemeinsam in das Bundeskanzleramt zu gehen, sagt Scheuring.

Kanzlerin Merkel habe dann eine kleine Rede gehalten, ergänzt Joshua. „Sie hat sich bei allen Sternsingern bedankt, dass wir uns die Mühe machen und dass jedes Jahr so große Geldsummen gespendet werden.“ Dann seien die Sternsingergruppen einzeln vorgegangen, um der Kanzlerin die Hand zu geben und ein Foto mit ihr zu machen. Die Sternsinger aus Volkach-Fahr waren die letzte Gruppe. „Gefühlt 50 Kameras und Fotografen“ seien auf sie gerichtet gewesen, als sie zu Kanzlerin Merkel gingen, erzählt Scheuring. „Das war echt krass“, sagt Lea. Viel Zeit zum Reden blieb nicht. „Die Kanzlerin hat uns gefragt, wie die Ankunft war, und sie hat uns einen schönen Tag gewünscht“, erzählt Lea. Merkel sei sehr nett gewesen, findet Joshua. Es habe sich auf jeden Fall gelohnt, nach Berlin zu fahren. Magdalena ergänzt: „Ich denke, das werde ich in meinem Leben nicht wieder machen.“

Alles sei sehr gut organisiert gewesen, lobt Scheuring. Für die Geschenke der Sternsingergruppen an die Bundeskanzlerin habe es einen eigenen Tisch gegeben. „Wir sollten Geschenke vorher anmelden“, erzählt Scheuring. Die Sternsinger aus Volkach-Fahr hatten einen Bocksbeutel mitgebracht. Neben dem Empfang blieb auch noch ein bisschen Zeit, um Berlin anzusehen, etwa den Reichstag, das Brandenburger Tor und das Hard Rock Cafe. Doch der Empfang hat alles getoppt. „Das Schönste war, dass wir die Kanzlerin getroffen haben und ihr die Hand geben konnten“, betont Paula.

„Wenn Ihr überall in Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt Ihr einen wunderbaren Brauch“, sagte die Bundeskanzlerin beim Empfang zu den Kindern und Jugendlichen. Doch es sei nicht nur der Brauch als solcher. „Ihr bewegt damit natürlich noch sehr viel mehr. Ihr engagiert Euch politisch und Ihr macht auf ganz wichtige Themen aufmerksam. Und Ihr als Kinder helft anderen Kindern auf der Welt“, betonte Merkel. Wenn sie durch die Städte und Dörfer zögen, brächten die Sternsinger damit eine Botschaft zu den Menschen, die sage: „Hier kann jeder etwas tun, wir brauchen Nächstenliebe, damit die Welt friedlicher wird und damit die Welt zusammenhält.“

Das Leitwort der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen – „Frieden! Im Libanon und weltweit“ – sei leicht und schwer zugleich, sagte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Leicht, weil jeder Mensch doch verstehen kann, wie notwendig für das Aufwachsen von Kindern eine friedliche Umgebung ist. Sich zu entwickeln, zu lernen, seine Träume zu verwirklichen, zu wachsen braucht Frieden. Schwer aber, weil wir alle wissen, dass Kinder zuallererst und am schlimmsten unter den Kriegen und gewaltsamen Konflikten dieser Tage leiden.“ An Merkel gewandt sagte Bingener: „Sie werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten Politikerinnen und Politiker treffen, die entscheidend dazu beitragen, ob Frieden werden kann oder sich die Spirale der Gewalt weiterdreht. Ihr Regierungshandeln wird weiter dazu beitragen können, dass weltweit immer mehr Kinder in Frieden und Gerechtigkeit aufwachsen können.“

In einem szenischen Spiel zeigten Eva (13), Oyana (13), Benedikt (14) und Tobias (13) aus der Gemeinde „Sankt Johannes Baptist“ in Jena (Bistum Erfurt), warum sie und rund 300.000 weitere Sternsinger überall in Deutschland sich diesmal besonders dem Thema „Frieden“ verschrieben haben. Ein großes Bild einer Hauswand voller Einschusslöcher in einem Krisengebiet verwandelten sie in 27 Friedensbotschaften der Sternsinger. Dann überreichten sie Merkel ein Buch mit zahlreichen dieser farbenfrohen Botschaften, verbunden mit der Bitte: „Wir bitten Sie, dass Sie sich gemeinsam mit vielen anderen dafür einsetzen, dass immer mehr Kinder in Frieden leben können.“

Die Spende der Bundeskanzlerin nahmen Sternsinger aus dem Bistum Görlitz entgegen. Johanna (10), Theresa (10), Armin (10) und Justus (10) aus der Gemeinde „Zum Guten Hirten“ in Cottbus schrieben den Segen „20*C+M+B+20“ für das neue Jahr im Kanzleramt an. Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren seien die ersten Sternsinger aus der ehemaligen DDR – aus dem Bistum Görlitz – Besucher des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl gewesen, erklärten die Sternsinger: „Wenn es die friedliche Revolution in unserem Land nicht gegeben hätte, gäbe es noch heute in Ostdeutschland keine Sternsinger. Wir wollen dazu beitragen, dass hier und in allen Ländern Kinder in Frieden und Freiheit leben können.“ Mit ihrer Spende für das Dreikönigssingen unterstützt die Bundeskanzlerin ein Bildungsprojekt für Kinder im Libanon.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel war es insgesamt der 15. Besuch. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Im Bistum Würzburg sammelten die rund 8000 Sternsingerinnen und Sternsinger insgesamt 1,6 Millionen Euro. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

V.i.S.d.P.: sti (POW)

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