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Unterwegs für den Frieden: Bischof sendet Sternsinger aus

Diözesane Aussendungsfeier der Sternsinger in Würzburg – Bischof Jung: „Menschen haben Sehnsucht nach dem Frieden des Kindes in der Krippe“

Würzburg (POW) Rund 200 Mädchen und Jungen aus allen Regionen des Bistums Würzburg mit ihren Begleitern haben am Freitagnachmittag, 3. Januar, an der diözesanen Aussendungsfeier der Sternsinger in Würzburg teilgenommen. Die jungen Königinnen und Könige zogen vom Kilianeum-Haus der Jugend über die Balthasar-Neumann-Promenade und durch die Innenstadt zur Marienkapelle. Dort sandte Bischof Dr. Franz Jung die Sternsinger bei einem Abendgebet aus. Es gebe bei den Menschen eine Sehnsucht, dass der Friede des Kindes in der Krippe in die Häuser und Familien einziehe, sagte der Bischof zu den Jungen und Mädchen. „Es ist schön, dass Ihr Euch senden lasst. Der Friede Gottes beflügelt Euch, zu den Menschen zu gehen und Boten Christi zu sein.“ In den Tagen um das Dreikönigsfest am 6. Januar werden rund 8000 Sternsingerinnen und Sternsinger in den Gemeinden des Bistums Würzburg unterwegs sein. Die diesjährige 62. Aktion Dreikönigssingen steht unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Frieden! im Libanon und weltweit“.

In der Lesung aus dem Buch Jesaja lag der Wolf beim Lamm, der Panther beim Böcklein, Kalb und Löwe weideten miteinander. „Dieses Bild stimmt in der Wirklichkeit eigentlich nie“, sagte Bischof Jung. Mit dem Sündenfall, so sage es die Bibel, sei die Feindschaft zwischen den Geschöpfen gekommen. Doch mit der Geburt Jesu werde diese Feindschaft am Ende geheilt. „Am Ende ist nicht mehr der Kampf ums Überleben und das Überleben der Stärkeren, sondern am Ende leben sie alle miteinander vereint.“ Am Ende bringe jeder – nicht in Gleichmacherei, sondern in einer großen Verschiedenheit – seines ein für die gelungene Gemeinschaft, betonte der Bischof.

Seit Weihnachten sei dies keine Zukunftsvision, sondern Wirklichkeit, erklärte Bischof Jung den Sternsingern. „Aber eine Wirklichkeit, die wir oftmals kaputt machen – weil wir einander die Zähne zeigen und die Krallen ausfahren, weil wir uns einander den Platz zum Leben streitig machen, weil wir nachtragend sind und unversöhnlich, weil wir Feindbilder haben und den anderen hineindrängen.“ Man hege Vorurteile, obwohl man sich gar nicht gut genug kenne. Durch Misstrauen und Missgunst schaffe man eine Feindschaft, die so gar nicht vorhanden sei. „Was man nicht kennt und was man nicht liebt, das zerstört man sehr schnell.“ Jesus habe seine Jünger ausgesandt „wie Schafe unter die Wölfe“, fuhr Bischof Jung fort. „Ihr zieht jetzt aus. Ihr kommt in viele Häuser. Es wird in vielen Familien Probleme geben wie Streit, Trennung, Eifersucht, Ärger, der sich über Jahre aufgestaut hat“, erklärte er den Kindern und Jugendlichen. „Die Menschen warten darauf, dass jemand kommt, der an den Frieden glaubt, der den Segen bringt und an die Tür schreibt.“

Die Heiligen Drei Könige würden auch die drei Weisen aus dem Morgenland genannt. „Weise, weil ihre Klugheit von der Krippe stammt, vom Kind, das den Frieden bringt. Morgenland, weil überall da, wo sie hinkommen, ein neuer Morgen anbricht. Das Land, das morgen anfängt, das aber heute verkündet werden muss“, sagte Bischof Jung. „Heute werdet Ihr ausgesandt, damit das Morgen Gottes in unseren Häusern, in unseren Pfarreien, in unserem Bistum anbricht.“ Am Ende der Feier brachten Sternsinger symbolisch Kreide und Weihrauch zum Altar und ließen sie vom Bischof segnen. Musikalisch begleitet wurde das Abendgebet von der Sternsinger-Projektband. Farbige Scheinwerfer tauchten die Marienkapelle in ein märchenhaftes Licht.

Bereits um 14 Uhr trafen sich die Jungen und Mädchen zum Einführungsprogramm in der Marienkapelle. „Ihr macht Euch auf den Weg für alle Kinder und Jugendlichen, denen es nicht so gut geht. Ich finde das total großartig“, lobte Pastoralreferent Sebastian Volk, Referent für Ministrantenarbeit, den Einsatz der Sternsinger. Das Allerbeste, was man tun könne, sei, sich für andere einzusetzen. Dann dröhnten durch die Kapelle auf einmal Geschützlärm und Bombenexplosionen. „So hört sich das in den Krisen- und Kriegsgebieten weltweit an, zum Beispiel auch im Libanon“, erklärte Volk. Vor 75 Jahren, am 16. März 1945, seien über Würzburg 300.000 Bomben abgeworfen worden, 4000 Menschen seien gestorben. „Die ganze Innenstadt, auch diese Kirche, war abgebrannt, zerstört.“

Dann stellten sich zwei Würzburger Initiativen für den Frieden vor. Elisabeth Nikolai von der Nagelkreuz-Initiative Würzburg erzählte den Jungen und Mädchen, wie ihre Mutter und Geschwister aus dem brennenden Haus in einen Keller hinter der Residenz flüchteten. „Meine Großmutter konnte nicht mehr aus dem Keller und ist erstickt.“ Das alles habe sich noch vor ihrer Geburt ereignet. Das Wandernagelkreuz aus Coventry sei 2001 als Symbol für den Frieden nach Würzburg verliehen worden. Seit Ende 2017 gibt es den Verein „pics4peace“. Sie habe Angst um den Frieden in der Gesellschaft gehabt, erklärte Initiatorin Dr. Pia Beckmann. In kreativen Projekten befassen sich junge Menschen mit Themen wie Meinungsfreiheit, Mobbing oder Fake News. „Sie können durch Videos, Texte, Bilder oder Lieder einen Beitrag leisten für den Frieden in der Gesellschaft“, erklärte Beckmann.

Das Programm wurde im Kilianeum-Haus der Jugend mit Filmen und Workshops fortgesetzt. Die Mädchen und Jungen konnten unter anderem Friedenstauben aus Papier falten, Kerzen bemalen oder eigene Banner zum Thema Frieden gestalten. Eine Gruppe befasste sich etwa mit dem Thema „Frieden im Internet“, eine andere mit „Frieden im Sport“. Ab 16 Uhr verteilten Pfadfinderinnen der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) das Friedenslicht aus Betlehem an die Jungen und Mädchen. Mit den brennenden Kerzen zogen die Sternsinger vom Kilianeum-Haus der Jugend zur Marienkapelle. Veranstalter der diözesanen Aussendungsfeier waren die Kirchliche Jugendarbeit im Bistum Würzburg (kja) und der Diözesanverband Würzburg des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Im Bistum Würzburg sind an den Tagen um das Dreikönigsfest 2020 rund 8000 Mädchen und Jungen als Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Bei der Dreikönigsaktion 2019 sammelten sie nach Angaben des Kindermissionswerks in Aachen rund 1,6 Millionen Euro. Insgesamt wurden in den 27 deutschen (Erz-)Diözesen, der Schweiz, Belgien sowie bei weiteren Sammlungen rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Pastoral, Bildung, Gesundheit, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sternsinger.de.

V.i.S.d.P.: sti (POW)

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